Herkömmliche Angriffe per infizierten Mail-Anhang und Schwachstellen in Windows haben fast ausgedient. Mit ausgefeilten Tricks versuchen die Kriminellen heute Webseiten für ihre Zwecke zu missbrauchen – und zwar die, bei denen man am wenigsten mit Angriffen rechnet.
"Erwarte das Unerwartete, sonst wirst du es nicht finden", wusste schon der griechische Philosoph Heraklit rund 500 Jahre vor Christi Geburt. Gerade in Bezug auf die Gefahren im Internet wird es immer wichtiger, sich auf Angriffe aus allen Richtungen gefasst zu machen. Selbst wer sich in Sicherheit wiegt, weil er nur auf bekannten, vermeintlich sicheren Seiten surft, ist nicht vor den Attacken der Internet-Mafia gefeit.
Lange Zeit galt: Wer keine Schmuddel- oder Tauschbörsenseiten ansurft, Online-Banking-Seiten nur über Bookmarks ansurft, keine ausführbaren Anhänge in Mails doppelklickt und stets alle Sicherheits-Updates für seinen Webbrowser installiert, hat wenig zu befürchten. Zudem lassen Sicherheitsfunktionen in Windows-Betriebssystemen wie Schutz vor Buffer Overflows, Speicherverwürfelung und Benutzerkontensteuerung unter Vista (User Account Control, UAC) viele herkömmliche Angriffe verpuffen. Doch die Cyber-Kriminellen liegen nicht auf der faulen Haut und denken sich immer neue Tricks aus, um trotzdem PCs unter ihre Kontrolle zu bekommen und Daten auszuspähen.
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